Sonntag, 21. Mai 2017

Die Auslese - Nur die Besten überleben von Joelle Charbonneau [Rezension]

Titel: Die Auslese - Nur die Besten überleben
Autor: Joelle Charbonneau
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 304 [ebook]
Erscheinungsdatum: 20.10.2014
Genre: Science-Fiction-Roman
Preis: 8,99€ / ebook

Inhalt
Cia ist stolz, eine der wenigen Kandidaten zu sein, die für die Auslese ausgesucht werden, bei der die künftigen Anführer bestimmt werden. Doch bevor sie abreist, bekommt sie von ihrem Vater einen beunruhigenden Rat - Vertraue niemanden. Aber gilt diese Nachricht auch für Tomas einen alten Kindheitsfreund? Wenn Cia überleben will, muss sie sich entscheiden - entweder für ein Leben ohne Vertrauen oder für eine Liebe, die sie allerdings das Leben kosten könnte..

Cover
Das Cover mag ich sehr, es zeigt einem, wie es in der Geschichte aussehen könnte und hat angenehme Farben, die zueinander passen. Der Titel hat eine angenehme Größe und eine gute Position. Den Namen der Autorin finde ich in seiner Position etwas störend aber sonst habe ich auch nichts weiter am Cover zu meckern.

Meine Meinung
"Die Auslese - Nur die Besten überleben" wurde von Joelle Charbonneau verfasst und von Marianne Schmidt übersetzt. Dies ist der erste Band einer Trilogie.
Ich fand die Idee hinter diesem Buch sehr interessant, weil ich diese Art von Geschichten wirklich sehr gerne lese. Ich stelle mir immer etwas Aufregendes vor, wo man selbst mitfiebern muss.
Ich weiß aber garnicht mehr genau, was ich erwartet habe. Auf jeden Fall eine Geschichte mit viel Spannung und einer mitreißenden Geschichte. Diese Erwartungen wurden aber nur teilweise erfüllt.
Zwar war schon eine gewisse Spannung vorhanden gewesen, doch ich habe mir mehr gewünscht. Ebenfalls habe ich gehofft, dass mich das Buch so richtig in den Bann ziehen würde aber auch das war nicht der Fall. Zu mindestens nicht immer. Es gab viele stellen, mit Spannung die mich gepackt haben und auch das Buch konnte ich manchmal nicht aus der Hand legen aber ich habe erwartet, dass es öfter so sein würde.
Cia schloss ich dabei schnell ins Herz. Ich mochte die Art, wie sie die Dinge sah, wie sie darüber nachdachte. Von Anfang an war sie mir sympathisch und ich musste einfach immer mit ihr mitfiebern. Die anderen Charaktere schloss ich aber weniger ins Herz. Viele fand ich farblos und sie waren einfach nicht mein Geschmack.
Der Schreibstil, der Autorin, hat mir sehr gefallen, er war flüssig und angenehm zu lesen. Man kam schnell voran und die Umgebungen wurden sehr gut beschrieben, so dass man sich alles leicht vorstellen konnte.
Das Ende war leider nicht wirklich aufregend. Es war wie erwartet und hat einem nichts Neues gezeigt. Ich würde mir trotzdem auch den zweiten Band zulegen, weil ich schon neugierig bin, wie es weiter geht.
Im Allgemeinen ging es um Freundschaft, Vertrauen und Verrat.

Fazit
Das Buch war als erster Band ein toller Auftakt zur Trilogie, mir persönlich fehlte aber etwas Spannung. Allerdings hat es mich neugierig gemacht, weshalb ich mir auch den zweiten Band zulegen werde. Die Geschichte hat auf jeden Fall etwas und dahinter stecken gute Ideen.

Bewertung
4 / 5 Sterne

Vielen Dank ans Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse für dieses Rezensionsexemplar.

Montag, 15. Mai 2017

Hallo Leben, hörst du mich? von Jack Cheng [Rezension]

Titel: Hallo Leben, hörst du mich?
Autor: Jack Cheng
Verlag: cbt
Seitenzahl: 384
Erscheinungstermin: 06.03.2017
Genre: Jugendbuch
Preis: 14,99€ / Hardcover

Inhalt
Ein kleiner Junge Namens Alex liebt seine Mom, seinen großen Bruder, seinen Hund Carl Sagan, Raketen und den Weltraum. Sein großes Ziel ist es, seinen goldenen iPod mit Aufnahmen von der Erde mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen. Er möchte Außerirdischen das menschliche Leben auf der Erde erklären, denn sie existieren, davon ist er mehr als überzeugt. Um sein Ziel zu erreichen begibt er sich mit Carl Sagan auf eine Reise quer durchs ganze Land und findet viele neue Freundschaften.

Cover
Das Cover ist wirklich eines der schönsten, die ich besitze. Die Farben harmonieren perfekt miteinander und ergeben ein schönes Gesamtbild. Das Cover war der Hauptgrund, warum ich mir das Buch näher ansehen musste, denn auch der Name des Autors hat eine gute Position und fällt nicht unnötig auf.

Meine Meinung
"Hallo Leben, hörst du mich?" wurde von dem Autor Jack Cheng verfasst und von Bernadette Ott übersetzt.
Ich fand die Idee hinter diesem Buch wirklich schön. Ich meine, warum sollte man eine Geschichte nicht mögen, wo ein kleiner Junge neue Freundschaften schließt? Das hörte sich einfach nach einer richtig guten Geschichte an und ich konnte nicht anders, als gleich nach erhalt dieses Buches, damit anzufangen.
Ich habe eine schöne Geschichte mit Höhen und tiefen der neuen Freundschaften erwartet, wo man auch selbst einfach mitfiebern muss und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte war vielseitig und hat mich an einigen Stellen sogar gerührt. Ebenfalls war sie spannend, denn ich wollte immer wissen, wie es nun weiter geht. Deswegen konnte ich das Buch auch nicht immer aus der Hand legen.
Alex habe ich wirklich gemocht, er war halt wie ein kleiner Junge und deshalb habe ich auch nichts an ihm zu meckern. Ihn lernte man von vielen Seiten kennen, was ich wirklich sehr schön fand, den er war keineswegs farblos und ich musste ihn einfach sofort ins Herz schließen. Aber auch alle anderen Charaktere mochte ich, die mehr mit der Geschichte zu tun hatten, keiner von Ihnen war farblos.
Die Schrift hat eine gute Größe, wodurch man auch sehr gut voran kommt. Der Schreibstil ist auch sehr süß, weil aus der Sicht des Jungen geschrieben wird, wodurch alles auch realistisch wirkt und das gefiel mir sehr gut. Ich musste immer wieder wegen seiner Gedanken schmunzeln. Es hörte sich wirklich so an, als hätte ich das Buch eines Kindes vor mir.
Das Ende war so, wie ich es mir auch teilweise gewünscht habe. Ich habe am Ende wirklich nichts zu meckern und finde, es war ein guter Abschluss der Geschichte.

Fazit
Ich fand das Buch wirklich sehr schön. Die Geschichte wurde realistisch erzählt und oft habe ich mit dem kleinen Jungen mitgefiebert. Ich habe nichts zum meckern gefunden und kann dieses Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Bewertung
5 / 5 Sterne

Vielen Dank ans Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse für dieses Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 4. Mai 2017

SuBTag Mai

Heute stelle ich Euch meinen Stapel ungelesener Bücher vor. Nebenbei erwähne ich, welche Bücher im letzten Monat zu meinem SuB dazu gekommen sind.
In meinem SuBTag könnt Ihr verfolgen, welche Bücher ich neu dazubekommen habe und welche ich von meinem SuB streichen konnte.






 
Welche Bücher sind auf meinem SuB? 

- Harry Potter und der Feuerkelch von Joanne K. Rowling.
- Rain - Das tödliche Element von Virginia Bergin.
- Die Nacht schreibt uns neu von Dani Atkins.
- Mörderhotel von Wolfgang Hohlbein.
- Throne of Glass - Kriegerin im Schatten von Sarah J. Maas.
- Throne of Glass - Erbin des Feuers von Sarah J. Maas.
- Throne of Glass - Königin der Finsternis von Sarah J. Maas.
- Die Dämonenfängerin - Aller Anfang ist Hölle von Jana Oliver.
- Die letzten Tage von Rabbit Hayes von Anna McPartlin.
- Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green.
- Battle Island von Peter Freund. 
 
 
Welche Bücher sind im letzten Monat neu dazugekommen?
 
- Saeculum von Ursula Poznanski.
- Erebos von Ursula Poznanski.
- Das Licht der letzten Tage von Emily St. John Mandel.
- Mea Suna - Seelensturm von Any Cherubim [ebook].
- Der Lautlose Schrei - Ein Mords-Team von Andreas Suchanek [ebook].
- Draw My Life.
 

Welche Bücher konnte ich von meinem SuB streichen?
 
- Die Achse meiner Welt von Dani Atkins.
- A Fairy Tale die suche nach dem blauen Herz von Anja Stephan.
- Hallo Leben hörst du mich? von Jack Cheng.
- Fantastic Beasts and where to find them von J.K. Rowling.

Montag, 1. Mai 2017

Lesevorsatz Mai

Heute möchte ich Euch die Bücher vorstellen, die ich im Mai gerne beenden und anfangen möchte. Ich bin dann auch immer recht gespannt, ob ich meine Ziele erreiche und ob ich meine Meinung, bezüglich der Bücher, doch noch ändere.
Somit ist dies auch keine Garantie dafür, dass ich diese Bücher auch wirklich anfange. Dennoch ist es immer mein persönliches Ziel, welches ich gerne erreichen möchte und deswegen auch mein bestes gebe.



Beenden

Die Auslese - Nur die Besten überleben
von Joelle Charbonneau

Inhalt
Cia ist stolz, eine der wenigen Kandidaten zu sein, die für die Auslese ausgesucht werden, bei der die künftigen Anführer bestimmt werden. Doch bevor sie abreist, bekommt sie von ihrem Vater einen beunruhigenden Rat - Vertraue niemanden. Aber gilt diese Nachricht auch für Tomas einen alten Kindheitsfreund? Wenn Cia überleben will, muss sie sich entscheiden - entweder für ein Leben ohne Vertrauen oder für eine Liebe, die sie allerdings das Leben kosten könnte..

Fantastic Beasts
von JK. Rowling

Inhalt
Newt Scamander will in New York eigentlich nur einen kurzen Zwischenstopp machen, doch dann geht sein magischer Koffer, mit seinen Tierwesen, verschwunden und ein Teil kann entkommen. Ab da steckt nicht nur er in der Klemme.


Anfangen

Saeculum
von Ursula Poznanski

Inhalt
Bastian macht bei einer Reise in die Vergangenheit mit und das alles nur wegen Sandra. Im tiefsten Wald, kilometerweit von der ersten Ortschaft entfernt, ohne Handy und Strom, für fünf Tage. Als jedoch kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein Schatten auf das Unternehmen. Denn der Wald soll verflucht sein. Am Anfang nimmt es niemand ernst, doch später scheint es sich zu bewahrheiten. Denn aus dem einst harmlosen Live-Rollenspiel wird ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.

Das Licht der letzten Tage
von Emily St. John Mandel

Inhalt
Niemand konnte ahnen, dass unsere Welt so zerbrechlich ist, denn nur ein Wimpernschlag und sie ging unter. Auch, wenn das Licht der letzten Tage langsam schwindet, denken die restlichen Überlebenden noch nicht daran aufzugeben. Sie weigern sich zu akzeptieren, dass sie die eins so schöne Welt verloren haben und so werden sie von Hoffnung und Zuversicht geleitet, denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit.

& meinen letzten Neuzugang

Mein schönes falsches Leben
von Hilary Freeman

Inhalt
Als Ella eines Morgens aufwacht, hat sich plötzlich alles in ihrem Leben verändert. Ihre Haare sind einige Zentimeter gewachsen, plötzlich ist sie Einser-Schülerin und ihre Eltern haben sich doch nicht getrennt. Auch, wenn alles nicht allzu schlecht klingt, ist es für Ella ein wahrer Albtraum. Ihr Freund weiß nicht mehr, dass sie schon seit mehreren Jahren zusammen sind und ihre Beste Freundin erkennt sie gar nicht mehr wieder. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, was in der Nacht geschehen ist, wo sich ihr Leben verändert hat. Aber eins weiß sie sicher, sie will ihr altes Leben zurück.

Donnerstag, 27. April 2017

Interview mit Anja Stephan

Ich habe mich schon sehr auf diesen Post gefreut, weil dies mein erstes Autoren-Interview ist. Anja Stephan ist die Autorin von "A Fairy Tale - Die Suche nach dem blauen Herz", welches auch Ihr erstes Buch ist und eine Rezension dazu findet Ihr ebenfalls auf meinem Blog. Sie hat mir das Buch netterweise als Rezensionsexemplar angeboten, was ich dankend annahm. Somit habe ich Sie wegen einem Interview gefragt und war sehr erfreut, als ich ein Ja bekam.


Ich freue mich sehr, dieses Interview mit Dir führen zu können. Möchtest Du dich kurz selbst vorstellen?

Danke für die Gelegenheit. Ich freue mich auch.
Ich bin gebürtige Thüringerin und wegen des Jobs in den Norden gezogen, mittlerweile wohne ich seit knapp 15 Jahren hier oben.
Ich lese gern, bereise gern Deutschland, kann nähen und Handwerken, ich mache gern Sachen selbst. Und ich verkleide ich mich gern, Karneval und Halloween sind meine Lieblingsfeste. Ich war letztes Jahr das erste Mal auf einem Steampunk-Treffen. Das war so toll, das mach ich bestimmt wieder. Unsere Kostüme mache ich auch selbst.
Achja, und ich liebe Flohmärkte. Mein ganzer Kleiderschrank stammt vom Flohmarkt. Ich habe einen Hang zu Mode, habe alles Mögliche bei mir rumliegen, vom Petticoat bis zum schwarzen Schnürkorsett und 70er-Jahre Abendkleid. Das ist einfach total spannend. Vivienne Westwood hat mal in einem Interview über Fashionvictims gelästert. Sie sagte, dass ein Fashionvictim nichts weiter tut, als hinter Trends herzurennen, während Mode doch eigentlich bedeutet, kreativ zu sein und sich auszuprobieren, sich selbst neu zu erfinden. Das hat mich sehr inspiriert. Deshalb renne ich manchmal in Kombinationen herum, bei denen andere Leute Augenkrebs kriegen, aber mir gefällt es. Eine liebe Freundin von mir hat mich neulich als „schillernde Persönlichkeit“ bezeichnet. :D


Wie bist Du zum Schreiben gekommen?


Ich habe eigentlich schon sehr früh angefangen zu „schreiben“, habe es aber nie richtig ernst genommen. Meine Mutter hat mir neulich meine erste Kurzgeschichte gezeigt, die ich 1994 verfasst hatte – da war ich 12 Jahre alt. Die ist damals in unserer Schülerzeitung erschienen. Ernsthaft und mit echter Recherche war ich dann mit 17 dabei. Ich habe meine FH-Reife in Kunst gemacht und bin damals in einem Dreier-Gespann unterwegs gewesen, wir haben alle geschrieben. Damals wurden auch die Charaktere Gwen, Scott und Charles geboren. Nur waren das damals keine Elfen in Paris, sondern Vampire und sie hießen auch anders. Ich habe mir die Geschichte vor kurzem erst wieder angesehen und bin ehrlich dankbar, dass es damals die Möglichkeit des Selfpublishing noch nicht wirklich gab :D Das wäre so eine Vampir-Liebesschnulze geworden, die mir heute verdammt peinlich wäre.

Wer oder was inspiriert Dich und warum?

Ich habe dann Jahre lang nicht geschrieben. Habe sporadisch wieder begonnen, als ich schon im Studium war. Aber ich wollte keine Vampire mehr, habe mir überlegt, was ich machen könnte und war mir mit der Elfensache wirklich unsicher. Ich wusste nicht, ob sowas funktionieren kann. Dann hat mir eine Freundin Lycidas von Christoph Marzi geschenkt und ich habe gesehen, dass alles möglich sein kann. So habe ich begonnen, meine Geschichte zu spinnen.
Ein lieber Freund von mir, den ich auch in der Danksagung erwähne, hat mich dann dazu gekriegt, wieder wirklich ernsthaft zu schreiben. Ich bin sehr selbstkritisch und es hat schon mehrere Monate gedauert, bis ich mich getraut habe, ihm das erste Kapitel zu schicken. Als er mir sagte, dass es gut ist, wollte ich ihm nicht glauben. Letztendlich hat es zwei Jahre gedauert, bis die Story fertig war und er hat mich die ganze Zeit begleitet, mich in den Hintern getreten und mir Mut gemacht. Ich kam mir so dilettantisch vor.

Wie fühlst Du dich jetzt, wo Dein erstes Buch auf dem Markt ist?


Mir ist immer noch ganz schlecht. :D Ich bin froh, dass die Geschichte fertig ist und ich bin zufrieden damit. Ich weiß aber auch, dass sie hier und da noch etwas stolpert und hoffe einfach, dass nur ich das weiß und es dem Leser nicht auffällt. Ich habe es zuerst meiner Freundin Christina geschickt, die als Betaleserin unterwegs ist und auch schon für Verlage gearbeitet hat. Vor ihrem Urteil hatte ich wirklich Respekt und vor allem ANGST. Dass sie es gut fand, hat mich unheimlich beruhigt. Aber ich habe immer noch etwas Angst vor den Urteilen der Leser. Ich glaube, ich muss mir ein dickeres Fell zulegen.

Wo hast Du am liebsten an Deinem Buch geschrieben und warum?


Im Bett… Ich habe tatsächlich am späten Abend oder kurz nach dem Aufwachen die besten Ideen.

Hat die Geschichte eine besondere Bedeutung für Dich oder ist sie Dir zufällig eingefallen?

Die Geschichte ist tatsächlich etwas Besonderes für mich. Ich liebe Kunst und Literatur und wollte beides unbedingt in einem Buch verarbeiten. Auch, um den Lesern mal wieder Lust auf Galerien und Künstler zu machen, die sie noch nicht kennen. Viele fürchten sich davor, in eine Galerie zu gehen, weil sie meinen, von Kunst nichts zu verstehen. Dabei braucht man Kunst nicht zu verstehen. Es ist genau wie bei einem Buch: jeder hat seine eigene Ansicht dazu. Bilder anschauen ist wie Bücher lesen.

Es gibt in der Story auch einige Geschichten, die tatsächlich auf wahren Begebenheiten beruhen. Zum Beispiel ist die Hintergrund-Story zu Madeleine wirklich so ähnlich passiert. Nicht mir!!! Und auch ein paar Anspielungen, wie zum Beispiel, dass Leonard Schilder mit politischen Kommentaren überall aufhängt, ist eine Anspielung auf die Streetart Künstlerin Barbara, die ich sehr verehre. Und die Künstlerin mit den Farbkugeln (du weißt schon, welche Szene das ist) gibt es auch wirklich. Wirklich! Und dann ist da noch die Sache mit dem Tattoo. Das „Auge Saurons“ ist in Wirklichkeit ein Schlangenauge gewesen. Als mir das die Person, der das passiert ist, erzählt hat, bin ich in Tränen ausgebrochen vor Lachen und musste das unbedingt in der Geschichte haben. Mein Lieblingsdichter ist übrigens Bertolt Brecht und das zerrupfte Buch unter Gwens Kopfkissen liegt eigentlich unter meinem.
Ich hab ziemlich viel von mir selbst in der Geschichte aufgefasst.


Wurden die Namen der Charaktere zufällig gewählt oder haben sie eine Bedeutung?

Scott hat seinen Namen von einem Fahrradhersteller, von dem ich mal ein Rad besessen habe. :D McKenzie. Es war übrigens ein schwarzes Rad. Nicht sehr romantisch…
Und Gwen von einem kleinen Fluss in der Nähe von Bielefeld. Wenn ich meine Eltern in Thüringen besuche, dann fahre ich immer an der Cleve vorbei. Außerdem hieß die vierte Frau von Henry VIII Anna von Kleve. So hat das dann mit der adligen Abstammung auch gepasst.
Polly ist tatsächlich eine Muse, und zwar die für Gesang: Polyhymnia. Ich hab ziemlich geklaut.
Charles Foix gab es mal wirklich. Er hat den Jardin du Luxembourg entworfen. Das war ganz witzig, weil ich den Namen schon vorher hatte und dann feststellen musste, dass er schon von einer berühmten Persönlichkeit belegt war.

Welche Genres liest Du selbst gerne und liest du viel?

Ohje, eigentlich lese ich ziemlich viele Genres. Fantasy auf jeden Fall, ich liebe die Flüsse von London-Serie von Ben Aaronovitch. Die Wächter von Lukianenko mochte ich auch sehr.
Ich lese gern klassische Krimis, mit ungewöhnlichen Ermittlern, da fallen mir die Flavia-Serie und die Dr. Siri-Serie ein. Die Collin Duffot-Serie von Miriam Rademacher ist auch super. Da freu ich mich schon auf den dritten Band. Ganz besonders möchte ich in diesem Zusammenhang einen sehr genialen Krimi von einer Selfpublisherin erwähnen: Lauter Leichen von Zarah Philips. Den muss man unbedingt gelesen haben, sonst geht die Welt unter! Außerdem liebe ich John Irving und Alan Bennett.
Momentan lese ich sehr viel von Selfpublishern. Früher hatte ich selbst eine sehr distanzierte Meinung dazu, die sich jedoch in das genaue Gegenteil gewendet hat, seit ich mehrere Werke von unabhängigen Autoren gelesen habe. Es gibt so tolle Geschichten, so erfrischend und fantasievoll. Ich finde, das sollte mehr Beachtung finden.

Ob ich VIEL lese? Kommt auf die Sichtweise an. In den letzten Jahren habe ich immer so knapp 30-35 Bücher im Jahr geschafft. Für mich war das viel. Für andere ist das wenig. Bin gespannt, ob ich das dieses Jahr auch schaffe, ich hänge ziemlich hinterher.

Hast Du vor noch mehr Bücher zu schreiben und zu veröffentlichen? Arbeitest Du vielleicht sogar schon an einem neuen Buch?

:D Ich arbeite gerade an drei verschiedenen Baustellen. Ein weiteres Abenteuer von Gwen und Scott, dazu ein Spin-off. Und ich versuche mich gerade an einem Krimi. Ich bin selbst gespannt, was daraus wird.

Ich danke Dir wirklich sehr für dieses Interview! Möchtest Du noch etwas loswerden?

Lest mehr von Selfies :D Das ist spannend!